Los Santos
Neue CD: BLUE IN HAWAII
Wenn die Songs gesungen sind, wenn Akkordeon, Colt und Gitarre schweigen und die harte Arbeit auf der Ranch ruht, bringen LOS SANTOS gerne ihre Surfbretter aufs Wasser.
Der Río Grande aber ist selbst für Wellenreiter, die es ruhig angehen möchten, keine Herausforderung mehr.
Die Monsterwellen vor den Stränden Hawaiis, eine fremde Kultur, unbekannte Getränke und exotische Schönheiten (denen selbst Heilige kaum widerstehen können) hingegen waren für LOS SANTOS Anreiz genug, eine Fernreise auf jenes Inselparadies zu wagen.
Auf "Blue in Hawaii" hören wir jetzt, was sie dort erlebt und gehört haben: Hawaii-Gitarren, Surfsounds und Rhythmen bewegt wie die stürmische See begleiten brutale Boleros, leidenschaftliche Liebeslieder, Songs voller Sehnsucht, knochentrockene Trinkerballaden und glutheiße Gesetzlosengesänge.
Denn auch wenn die Sonne vom blauen Himmel strahlt und die Menschen in lauen Nächten lächeln, wenn an frischem Fisch, Ananas und Kokosnuss kein Mangel herrscht, müssen wir doch immer wieder erkennen: Die Wüste ist in uns.
Besetzung
Stefan Hiss - Gesang, Akkordeon, Hammond
Winfried Wohlbold - Pedal Steel, Dobro
Bernd Öhlenschläger - Schlagzeug
Als Gäste
Lucia Schlör - Gesang
Joscha Brettschneider - E-Gitarre
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Rezensionen
• ...Es war wahrlich ein Genuss, den Breuer und Los Santos den Zuhörern in der voll besetzten Fürther Studiobühne bescherten. (...) Da streute das Akkordeon ein wenig Cajun-Atmosphäre, während die Gitarre zu rockigen Läufen ansetzte, die Pedal Steel hawaiianisch vor sich hin säuselte und das Schlagzeug im Salsa-Rhythmus tanzte.(...) Mit "Twisting in the Taiga" bewiesen Hiss und seine Mannen, dass der Osten auch Westen ist, schließlich liegt Sibirien genau auf der anderen Seite des Globus', quasi gegenüber von Laramie, von wo aus Breuer zur nächsten Runde startete. Mit ein paar verdrehten Buchstaben und Silben kalauerte er munter drauflos und skizzierte typische Charaktereigenschaften von Deutschen und Amerikanern – Vorurteile inklusive. Und weil Garstigkeiten jedweder Art gleich gesühnt werden sollten, bettelten Los Santos bei "La reina del dolor", der Königin der Schmerzen, um Vergebung.
(Brigitte Bärenz - Echo-Online, 22.11.2011)
• ...Mit von der Partie bei den Flaneuren dieses Mal Los Santos mit Stefan Hiss, Winfried Wohlbold an der Pedal-Steel und Bernd Öhlenschläger am Schlagzeug. (...) Köstlich die trockene Ansage von Hiss, in der er sich als ehemaliger Gangster ausgibt und nach bekannter Westernmanier über seine Zeit als Brandschatzer, M¨rder, Dieb – die gesamte Palette eben – wehmütig rückblickend plaudert. Dazu passend dann die Frage nach einem, "bitte nüchternen" Fahrer für das Fluchtauto eines eventuellen Bankraubs nach dem heutigen Konzert.
(Backnanger Kreiszeitung, 16.11.2011)
• ...Mit der vierköpfigen Band "Los Santos" findet man sich urplötzlich in den rhythmisch-melodischen Wendungen der amerikanischen Country- und Tex-Mex-Szene wieder. Und das richtig stilvoll und, trotz aller Verspieltheit, durchaus ernst. Stefan Hiss, Akkordeonist und Sänger hat sich mit "Los Santos" der amerikanisch-mexikanischen Musik angenommen. Und Hiss singt englische und spanische Texte, im Wechsel mit Thomas C. Breuer, der rein sprachlich über die Staaten sinniert und seine aberwitzigen Absurditäten ins Publikum feuert.
(Südkurier, 15.10.2011)
• ...Los Santos sind schon fast eine Institution in der Flussmeisterei. Verständlich: Ihre Auftritte auf der Open Air Bühne sind immer ein Highlight. Denn besser kann man den Soundtrack für eine lauwarme Nacht im Freien kaum bestreiten. (...) Sie führen mitten hinein in die Honky Tonk Bars des amerikanischen Südens, irgendwo zwischen Texas und Mexiko. "Ich habe kein Zuhause, ich habe keine Freunde und meine Familie hab' ich verloren", singt Hiss auf Englisch, "hier bin ich nun und wieder am Trinken". Der Stoff, aus dem große Balladen entstehen. Aber Los Santos können auch anders. Dann etwa, wenn sie flotten Western Swing aufs Parkett legen oder sich dem "Rag Mop" hingeben. Daneben sind es immer wieder die tief in der mexikanischen Folklore verwurzelten Songs, die den speziellen Charme von Los Santos ausmachen.
(Pierre La Qua - Südwest Presse, 06.08.2011)
• ...Glutheiße Desperado-Songs aus Mexiko und melancholische Country-Lieder aus Texas sind die Spezialität der Band Los Santos. Dass der Akkordeon-König Stefan Hiss und seine Mannen noch weit mehr drauf haben, bewiesen sie bei ihrem traumhaft schönen Open-Air-Konzert. ...Mit viel Ironie stattet dieses Quartett seine Konzerte aus und nimmt das Publikum mit auf eine Fantasie-Reise um die Welt: Blues, Tango, Western-Swing, Mariachi, Hillbilly und Boogie erzeugen Fernweh. Immer wieder versteht es Los Santos, die Coverversionen und eigenen Stücke mit einer Prise wohliger Herz-Schmerz-Melancholie zu versehen.
(Michael Peter Bluhm, Augsburger Allgemeinen, 05.08.2011)
• ...Los Santos verpacken in ihrem neuen Album "Blue in Hawaii" alle Klischees des Western-, Hawaiian- und Mexicalistils mit perfektem musikalischen Augenzwinkern, dass es eine wahre Freude ist mitzuschunkeln. Manchmal mit zum Verdursten minimalen musikalischen Mitteln, manchmal mit dem wilden Aufbrausen der Rockabilly-Ära. aber immer mit enormem Spaß. ...saucoole Shanties für raubeinige, weichherzige Landratten.
(Karsten Rube - FolkWorld #42 über "Blue in Hawaii")
• ...Eine furiose Mischung aus Rock, Cajun, Blues, Country und mexikanischer Folklore, versetzt mit Zitaten aus aller Herren Länder und unterlegt mit ziemlich variablen Rhythmen. ...Neben der musikalischen Qualität zeichnet Los Santos noch etwas anderes aus: (...) Selbstironische Untertreibung und knochentrockene Texte.
(Heinz Klusch, Badische Neueste Nachrichten)
• ...Immer wieder blitzt temperamentvoller Rockabilly auf, wenn Hiss seinen jungen Gitarristen Elvis Brettschneider und den Drummer Bernd Öhlenschläger von der Leine lässt, um das Publikum dann wieder mit Hawaii- und Westernklängen einzulullen, wobei Winfried Wohlbolds traumwandlerische Sicherheit an der Steelgitarre voll zur Geltung kommt.
(Neu Ulmer Zeitung)
• ...Stefan Hiss hat immer wieder bewiesen, dass er ein untrügliches Gespür für allerfeinste Songauswahl besitzt. Blues, Tango, Western Swing, Rockabilly- und Mariachi-Anklänge: die Musik von Los Santos spielt fast ausschließlich im texanisch-mexikanischen Grenzgebiet - und dort vorwiegend auf der melancholischen Seite der Emotionen. Ein starker Abend in der Flussmeisterei.
(Südwest Presse)
• ...Bei den heißblütigen Liedern von Liebe, Leid, Sehnsucht und Eifersucht sind sie voll in ihrem Element. Pathos ist ihr Metier. Sie zelebrieren die Tragödien des Lebens so herzerweichend auf der Bühne, dass schon wieder ein Hauch von Selbstironie durchscheint.
(Schwarzwälder Bote über "Blue in Hawaii")
• ...Trotzige Melacholie, Fernweh, kerniger Humor und viel, viel Pathos,(...) Country und Rock'n'Roll, englischer und spanischer Gesang, coole Coversongs und ebenso coole Eigenkompositionen stehen für ein sehr gelungenes Album mit Ohrwurmcharakter. **** von 5 möglichen Sternen
(Dynamite! Magazine über "Blue in Hawaii", Mai 2010)
• ...mit exotischen Hawaii-Songs winden die Fünf Blumenkränze, so abgehoben schön, dass es einem sonstwas in die Augen treibt. Aber auch Country-Songs der schrägeren Sorte stimmen sie an, Hillbillies und rau-romantische Western-Balladen.
(Offenburger Tageblatt, 15.03.2010)
• ...so sehnsuchtsvoll süffig, dass man am CD-Player die Dauerwiederholungstaste drücken muss. Tolle Band: Lauter Könner, kein einziger Wichtigtuer.
(Waiblinger Kreiszeitung über "Blue in Hawaii", 20.02.2010)
• ...Wenn man den liebevoll arrangierten Kleinodien von Los Santos lauscht, meint man Desperados auf der Flucht zu beobachten, Gäule beim Verdursten und Cowboys beim letzten Duell. Und hawaiianische Blumenkränze meint man zu sehen, denen der Wind die Blüten raubt. Los Santos ist eine verführerische musikalische Reise in die Abgründe des Seins gelungen.
(Stuttgarter Zeitung über "Blue in Hawaii", 10.02.2010)
• ...Unvergesslich sind vor allem die mit staubtrockener Selbstironie vorgetragenen Ansagen, die man sogar glauben mag, wäre da nicht ein Hauch von Schmunzeln in Hiss' Gesicht. Dann greift er wieder in die Tasten seines elfenbeinfarbenen Akkordeons und verzaubert mit seiner Virtuosität und seiner mitreißenden Stimme.
(Beatrix Ottmüller, BNN)
• ..."Wir sind hier, um Illusionen zu rauben", sagt Stefan Hiss, der ein Meister darin ist, Pathos so mit Humor zu
vermengen, dass die Mixtur direkt in den Bauch, ins Hirn und eben ins Herz schießt.
Und ehe man sich versieht, ist man süchtig.
(Stuttgarter Zeitung, 25.04.2009)
• ...Die zwischen Texas und Mexiko lavierenden Arrangements zeichnen sich zugleich
durch präzises Zusammenspiel wie lockeres Musizieren aus. Zur musikalischen
Qualität kommt eine satirische hinzu.
(Stuttgarter Nachrichten, 25.04.2009)
• ...Die Musik-Mixtur war außergewöhnlich: Western, Country, Blues, folkloristische Klänge aus Mexiko, Spanien und Hawaii. ... Country klingt harmlos und fast altbacken. Nicht bei Los Santos, sie lassen den Honky Tonk hochleben, kitzeln unerwartet viel aus ihren Instrumenten heraus.
(Heidenheimer Zeitung, 04.04.2009)
• ...saludos los santos, suenan muy bien y tocan excelente, dan ganas de sacar el caballo y recorrer las llanuras de nuevo...
...Nice sound, and very good steel guitar!
(www.myspace.com, 19.11.2008)